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100 Tage AFD im Bundestag = 100 Tage zu viel!

Unter diesem Motto haben sich am 4.01.2018 über 50 Wiesbadenerinnen und Wiesbadener auf der Veranstaltung der AFD im Hilde-Müller-Haus zusammengefunden. Die Anhängerinnen und Anhänger der AFD waren deutlich in der Unterzahl.
Über 30 Minuten konfrontierten sie die AFD -Mitgliederinnen und Mitglieder in Sprechchören und durch das Vorlesen eines Flugblattes (siehe unten) mit ihrer menschenverachtenden Politik, die zu Feindseligkeit führt und eine Atmosphäre des Miteinanders verhindert.
Daraufhin wurde die AFD-Veranstaltung durch den Einsatzleiter der Polizei aufgelöst, ohne dass die eingeladene Bundestagsabgeordnete zu Wort kam.
Für besonderen Unmut bei den Anwohnerinnen und Anwohnern des Rheingauviertels und ihren Freundinnen und Freunden sorgte die Ankündigung der AFD, 2018 jeden Monat im Hilde-Müller-Haus eine Veranstaltung abzuhalten.
Jeder weitere Tag den die AFD im Bundestag und in anderen Parlamenten sitzt ist ein Tag zuviel!
Mit ihren Zielen hetzt diese Partei auf und schürt sozialen Unfrieden. Nirgendwo im heutigen Europa darf sie dafür Raum bekommen und schon gar nicht im Rheingauviertel.
Kein Fußbreit der AFD!
Wiesbadener Bündnis gegen Rechts , 04.01.2018

 

100 TAGE AFD IM BUNDESTAG = 100 TAGE ZU VIEL!
Die Ziele der AFD und ihr Wahlprogramm sind für uns nicht akzeptabel!
Deshalb sind WiesbadenerInnen und Wiesbadener heute hier, um klar und deutlich Positionen der AFD zu benennen, die zu Feindseligkeit führen und eine Atmosphäre des Miteinanders verhindern.
- Wir lehnen die kinderfeindliche Senkung der Strafmündigkeit für Minderjährige auf 12 Jahre ab, denn junge Leute brauchen Schutz und keine Kriminalisierung.
- Wir lehnen die vernichtende Internierung von psychisch Kranken und Süchtigen ab, denn sie brauchen professionelle Behandlung und Hilfe.
- Wir lehnen die eiskalte Kürzung von Sozialleistungen für Bedürftige ab. Eine Privatisierung sozialer Netze führt zu einer immer größeren Kluft zwischen Arm und Reich!
- Wir lehnen es ab, dass die Wirtschaft sich selbst regulieren soll, denn unkontrollierter Wettbewerb schafft keine Entfaltungsfreiheit, sondern nährt sozialen Unfrieden.
- Wir lehnen eine ungerechte Steuerpolitik ab, die Reiche auf Kosten von Armen entlastet, denn sie führt zum Abbau sozialer Gerechtigkeit.
- Wir lehnen ein altbackenes Familienbild ab, das Frauen in verstaubte Rollenmuster vom Heimchen am Herd drängt, das hat schon längst ausgedient.
- Wir sind gegen die frauenfeindliche Politik der AFD, denn die Gleichberechtigung aller Geschlechter ist die Grundlage einer emanzipierten Gesellschafft.
- Wir lehnen eine zynische Verschärfung der Abtreibungsgesetze ab, denn Frauen sollten selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden dürfen.
- Wir lehnen eine Regulierung von Liebe und Familie durch den Staat ab, Zuneigung braucht keine staatlichen Vorschriften.
- Wir lehnen das AFD-Ziel staatsgesteuerter Medienpolitik ab, denn sie befördert keine Pressefreiheit sondern Zensur!
- Wir lehnen den Austritt Deutschlands aus der EU ab, denn die Rückkehr zu Nationalismus und Kleinstaaterei führt zu engstirniger Abschottung. Ein lebendiger Austausch von Kultur, Wirtschaft und Bildung wird dadurch behindert.
- Wir lehnen die inhumane Schließung deutscher- und EU-Außengrenzen ab, denn Abschottungspolitik führt zu einer Verelendung Flüchtender. Niemand verlässt seine Heimat freiwillig und jeder hat bei Verfolgung ein Recht auf Schutz!
- Wir lehnen eine generalisierte Kriminalisierung von Muslimen und anderen Minderheiten ab, denn alle Menschen müssen als Individuen gesehen werden.
- Wir lehnen eine zerstörerische Umweltpolitik ab, die die Weltklimaerwärmung verkennt und Atomkraftwerke sinnvoll findet. Diese Haltung ist ignorant und unverantwortlich der Erde gegenüber und aller zukünftigen Generationen ihrer Bewohner.
- Wir lehnen die Wiedereinführung der Wehrpflicht ab, denn aggressive Aufrüstung ist keine Konfliktlösung, sie führt zu weiteren Eskalationen und Kriegen weltweit.
- Wir lehnen eine Lockerung der Waffengesetze ab, denn das führt zur Militarisierung der Zivilgesesellschaft, erleichtert das Töten und steigert die Kriminalität!
- Wir lehnen insbesondere den von der AFD geforderten Wiederaufbau von Heimatschutzkräften ab. Der NSU heute, die NSDAP vor 70 Jahren, sind fürchterliche Beispiele dafür, wohin eine Aufforderung zu Selbstjustiz und Verunglimpfung führen.

Jeder weitere Tag den die AFD im Bundestag sitzt ist ein Tag zu viel! Mit ihren erklärten Zielen hetzt diese Partei auf und schürt sozialen Unfrieden. Nirgendwo im heutigen Europa darf sie dafür Raum bekommen.
Keinen Fußbreit der AFD!