Stellungnahme des AKU zum Konflikt in der linken Szene Wiesbaden

Es ist nicht in unserem Interesse auf anonyme,  denunzierende Vorwürfe einzugehen. Doch seit Sommer 2025 wird uns in einem anonym geschrieben Artikel auf Indymedia vorgehalten,  wir hätten eine Person, die andere Menschen bedrängt, dominiert oder Schmerzen zugefügt hat, einfach so verteidigt. Dies war und ist nicht der Fall.

Anonyme, denunzierende Beschuldigungen weisen wir als antiemanzipativ und anmaßend zurück.
Ein paar grundsätzliche Worte:
Zum politischen Selbstverständnis des AKU gehört der Kampf gegen autoritäre Macht-und Herrschaftstrukturen, sowie gegen jede Form von Dominanz und Unterdrückung und für eine menschlich respektvolle Umgangsweise.

Der Schutz, die Würde und das Ernstnehmen von Menschen, die von Gewalt oder Verletzung ihrer körperlichen/seelischen Integrität betroffen sind haben höchste Priorität. Also, betroffene Menschen haben zunächst Recht darauf, dass ihren Aussagen geglaubt wird und tatverdächtigte Menschen haben zunächst ein Recht auf Unschuldsvermutung.
Damit wollen wir sicherstellen, dass Betroffenen Gehör geschenkt und zugleich öffentlicher Vorverurteilung vorgebeugt wird.

Was niemals in einer Hand liegen sollte ist: Anklage, Untersuchung, Urteil und Urteilsvollstreckung.

Anonyme Beschuldigungen und Vorverurteilungen sehen wir als Verweigerung, Verantwortung für eigene Äußerungen und Standpunkte zu übernehmen und werden von uns abgelehnt.

Der AKU stand und steht jederzeit für klärende Gespräche bereit. Dies gilt insbesondere für alle Betroffenen, soweit noch nicht geschehen, die anonymen Verfasser*innen der beiden Outcall Schreiben vom Juli 2025 und die anonymen Verfasser*innen des Indymedia-Artikels vom 24.08.2025.

AKU Plenum im März 2026